Budapest – 2 Tage in der Hauptstadt Ungarns

Budapest

My house in Budapest
My hidden treasure chest,
Golden grand piano
My beautiful Castillo
……..
Von George Ezra

Durch diesen Song von George Ezra bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen, nach Budapest zu reisen. Ich liebe den Song, der in 2014 wochenlang im Radio rauf und runter gespielt wurde. Ein Städtetrip nach Budapest stand also schon seit 2014 auf meiner Reise-Wunschliste. Mein Wunsch ist schließlich im Sommer 2015 im Rahmen einer veganen Flusskreuzfahrt auf der Donau gemeinsam mit meinem Mann in Erfüllung gegangen.

Anreise

Anflug Budapest

Wir flogen von Köln-Bonn mit Germanwings nach Budapest. Der Flug dauerte etwa 2 Stunden. Beim Landeanflug auf Budapest hatten wir bereits einen tollen Ausblick auf die Donau und die Stadt. Da es bereits dämmerte, wurde alles in wunderschönes warmes Licht getaucht.

Vom Flughafen aus brachte uns ein Taxi in unser Hotel. Entsprechend der Empfehlungen aus dem Internet fuhren wir für ca. 20 € mit Fötaxi. Der Stand von Fötaxi ist direkt vor dem Ausgang des Flughafengebäudes. Auf manchen Webseiten wird vor Taxibetrügern am Budapester Flughafen gewarnt. Fötaxi ist der offizielle Taxipartner vom Budapester Flughafen. Unser Taxifahrer fuhr mit stark überhöhter Geschwindigkeit, einige Überholmanöver jagten mir wirklich Angst ein. Dieses Fahrverhalten haben wir auch bei anderen Taxis beobachtet. Hier sind ggf. starke Nerven gefragt! Alternativ ist der Transfer vom Flughafen in die Innenstadt auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Minibussen möglich.

Hotel

Hotel Nemzeti Budapest

Wir übernachteten im Hotel Nemzeti Budapest. Das Hotel konnte im Rahmen der veganen Kreuzfahrt über Vegan Travel mit veganer Frühstücksoption für den Voraufenthalt gebucht werden. Das Hotel ist ein gelungener Mix aus alt und neu. Die Fassade, der Eingangs- und Frühstücksbereich sowie der Treppenaufgang sind prunkvoll mit Stuck verziert, während die Hotelzimmer sehr modern gestaltet sind. Unser Hotelzimmer war in Richtung Innenhof gelegen und entsprechend ruhig.

Die veganen Optionen beim Frühstück beschränkten sich auf Müsli mit pflanzlicher Milch, Obst und Gemüse. Ob beispielsweise das Brot vegan war, wurde leider nicht gekennzeichnet. Das Frühstück war trotzdem ausreichend.

Die Lage des Hotels ist verkehrsgünstig. Direkt vor dem Hotel gibt es Haltestellen der Bus- und Metrolinien (Blaha Lujza Tér).

Sehenswürdigkeiten

In 2 Tagen war es uns bei Weitem nicht möglich, alle Budapester Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Die Stadt hat viel zu bieten!

Am ersten Morgen machten wir einen Spaziergang durch das jüdische Viertel, das ganz in der Nähe unseres Hotels gelegen war.

Holocaust Denkmal

In der Budapester Innenstadt genossen wir im Cafè Gerbeaud am Vörösmarty tér einen Kaffee. In der Innenstadt und an den Hauptsehenswürdigkeiten muss man sich auf hohe Preise einstellen. Für zwei Espressi zahlten wir in dem Traditionscafé umgerechnet fast 10 €. Aber es war lecker und das Café von innen sehenswert.

Vörösmarty tér

Nach einem kurzen Spaziergang entlang der Donau besuchten wir die St. Stephans-Basilika. Der Eintritt in die eindrucksvolle Basilika selbst ist kostenlos, empfehlenswert ist aber auch der Aufstieg in die Kuppel (ca. 1,50 €). Von oben genießt man einen tollen Blick über Budapest, die Donau und den Burgberg.

Ausblick von der St.-Stephans-Basilika

Das Wahrzeichen Budapests ist das Parlamentsgebäude. Leider hatten wir vorher keine Tickets reserviert, sodass die deutschsprachigen Führungen bereits ausgebucht waren. Daher begnügten wir uns mit einer Besichtigung von außen.

Parlament

Abends brachen wir nochmals zu einen Spaziergang an der Donau auf. Die beleuchteten Brücken und der Burgberg boten ein stimmungsvolles Panorama. In den Restaurants und auf den Plätzen entlang der Donau war am Abend noch viel los.

Am Vormittag des zweiten Tages besuchten wir den Burgberg und das Burgviertel. Besonders schön, aber auch besonders voll war es an der Fischerbastei.

Fischerbastei

Zudem statten wir der großen Markthalle von Budapest einen Besuch ab. Dort deckten wir uns mit ungarischem Paprikapulver ein. Paprikagewürze in vielen Variationen und Verpackungen sind auch ein tolles veganes Urlaubs-Mitbringsel.

Infos zu weiteren Sehenswürdigkeiten findest du zum Beispiel hier.

Essen in Budapest

Hummus Bar

In Budapest gibt es mehrere Standorte der Hummus Bar. Wie der Name schon sagt, gibt es dort veganen Hummus und Falafel in vielen Variationen. Nicht alle Gerichte sind vegan! Vegane Gerichte sind aber als solche gekennzeichnet. Ich hatte Hummus mit diversen Toppings, mein Mann hatte Falafel mit Pommes uns Salat. Es waren die besten Falafel, die wir bisher je gegessen haben. Wir zahlten etwa 5 € pro Gericht, das finde ich fair. Wären wir länger in Budapest geblieben, wären wir auf jeden Fall nochmal in eine Filiale der Hummus Bar gegangen.

Falafel mit Pommes und Salat

Hummusteller mit Falafeln

Napfényes Étterem

Das Napfényes Étterem ist DAS vegane Restaurant in Budapest. Es gibt inzwischen zwei Filialen. Wir besuchten das Restaurant am Ferenciek tere. Die Karte bietet viele Gerichte mit Fleischersatzprodukten (hauptsächlich Seitan), aber auch glutenfreie und typisch ungarische Gerichte. Ich hatte eine vegane Grillplatte, die sehr gut war. Mein Mann entschied sich für eine Art gefülltes Schnitzel mit veganem Käse. Davon waren wir beide weniger begeistert. Zum Nachtisch gönnten wir uns noch Eis und veganen Hüttenkäse in Sojajoghurtsoße. Leider wartete ich auf meinen Nachtisch über eine Stunde, da das Restaurant an dem Abend sehr voll war.

Vegane Grillplatte

Gefüllte Seitanschnitzel

Veganer Hüttenkäse

Szelence Café Health Food Restaurant

Das Szelence Café Health Food Restaurant hieß in 2015 noch Balamber. Es hat mein Herz im Sturm erobert! Wir aßen im Balamber zu Mittag, nachdem wir den Burgpalast und das Burgviertel besichtigt hatten. Du erreichst das Balamber, indem du von der Stadtmauer aus das Burgviertel in Richtung des Stadtteils Buda verlässt. Einfach der bergabwärtsführenden Treppe folgen und immer weiter geradeaus gehen, bis du linkerhand in die Straße „Pauler“ einbiegen kannst. Das Restaurant befindet sich am Ende der Straße auf der rechten Seite.

Das Balamer ist ein kleines, gemütlich eingerichtetes vegetarisches Restaurant. Mittags wurden zwei täglich wechselnde Menüs und eine Suppe angeboten. Eines der Menüs war roh und vegan. Ich probierte das roh-vegane Menü, mein Mann das vegetarische Menü. Es war köstlich! Zum Dessert aßen wir beide je ein Stück Rohkosttorte, die auch vorzüglich waren. Mit Getränken bezahlten wir für alles zusammen nur etwa 11 €. Abseits der typischen Touristenrouten kannst du in Budapest sehr günstig essen!

Rohkosttorte

Vega City

Bei Vega City waren wir nachmittags nur für einen kurzen Zwischenstopp und ein Stück Kuchen. Wie soll ich es sagen …. Mein Kuchen schmeckte mir leider gar nicht. Auch das Tortenstück meines Mannes hat uns nicht überzeugt. Sogar der Keks, den es zum Kaffee gab, war pappig. Vielleicht schmecken die herzhaften Gerichte besser, denn das Restaurant war gut besucht – aber die Kuchen und Torten kann ich leider nicht weiterempfehlen!

Bei Happy Cow findest du noch viele weitere Tipps, wo du in Budapest vegan essen kann.

Fazit

Budapest hat meine Erwartungen übertroffen. Die Stadt an der Donau hat mehr zu bieten als ich dachte. Besonders überrascht haben mich die vielen veganen und vegetarischen Restaurants, da ich bei ungarischer Küche eher an fleischlastige Gerichte wie z.B. Gulasch denke. Zudem sind die Preise im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten sehr moderat. Eine klare Empfehlung für einen Städtetripp!

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