Warum Bali mein persönlicher Reise-„Happy Place“ geworden ist (Blogparade)

Wo ist dein Happy Place? Welcher Ort hat dich ganz besonders berührt, wo hast du eine innere Zufriedenheit gespürt? Gibt es einen Ort, der dir besonders am Herzen liegt?

Diese Fragen sind Gegenstand einer Blogparade von Hannah (Spirit of Traveling). Hannah glaubt an das Gute im Menschen, an die Schönheit der Natur und an die eigene Gesundheit als unser größtes Geschenk und Kapital. Auf Ihrem Blog schreibt Sie über das Reisen und über einen Lebensstil, der rundum gesund und glücklich macht: mit gesunder Ernährung, Sport mit Spaß und einer positiven Lebenseinstellung. Dazu gehört auch, dass Hannah seit 2013 auf Fleisch verzichtet.

Mein Reise-„Happy Place“

Zum Thema Happy Places fiel mir sofort Bali ein. Ich will dir kurz erläutern, warum die indonesische Insel mein persönlicher Reise-Happy Place geworden ist.

Im Dezember 2016 habe ich es gewagt – ich bin nach Bali gereist. Das war für mich ein großer Schritt, denn die Reise beinhaltete für mich mehrere „erste Male“:

  • Ich bin zum ersten Mal ganz alleine verreist.
  • Ich habe zum ersten Mal eine längere Reise (3 Wochen) komplett selbst organisiert.
  • Ich war zum ersten Mal in Asien (und überhaupt außerhalb von Europa).
  • Ich war zum ersten Mal in einem nicht christlich geprägten Land unterwegs.

Trotz der Konfrontation mit vielen neuen Dingen und Eindrücken verlief die Reise erstaunlicherweise völlig reibungslos. Alles verlief planmäßig, größere Probleme sind nicht aufgetaucht. Nicht zu Unrecht gilt Bali als gutes Einsteiger-Reiseziel für Asien. Bis auf einen kleinen Zwischenfall mit einer Kakerlake habe nur positive Erinnerungen an diese für mich sehr besondere Reise.

Wasserfall auf Bali

Die Menschen

Die Menschen waren unheimlich freundlich. Und ich hatte nie den Eindruck, dass diese Freundlichkeit nur aufgesetzt war, um mir das Geld aus der Tasche zu ziehen. Nein, die Balinesen haben mir auch ohne jede Gegenleistung geholfen. Beispielsweise hat mich eine junge Frau, die ich nach dem Weg zum Geldautomaten gefragt habe, direkt mit ihrem Roller dort hin gefahren. Ein „Trinkgeld“ oder ähnliches hat sie dafür nicht erwartet.

In einer Unterkunft im Inselinneren, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist, haben sich die Besitzer rührend um mich gekümmert. Ihr Englisch war wirklich rudimentär, wir haben uns teilweise mit Händen und Füßen verständigt. Aber trotzdem haben sie es geschafft, mir ein super leckeres veganes Frühstück zu zaubern. Diese Unterkunft hatte übrigens einen spektakulären Ausblick auf den Vulkan Mt. Agung.

Terasse

Ausblick

Veganes Frühstück

Die Natur

Die Natur auf Bali hat mich begeistert. Es war mein erstes Mal in den Tropen, zudem war ich in der Regenzeit auf Bali. Alles war sehr grün, und an jeder Ecke verströmten blühende Frangipanibäume einen intensiven Duft. Überall wuchsen exotische Früchte wie Bananen oder Papayas. Ich habe auf Bali die leckerste Mango aller Zeiten gegessen! Da kann auch keine importierte Flug-Mango aus deutschen Supermärkten mithalten.

Bali

Echse in einer Palme

Das Essen

Überhaupt hat mir das Essen auf Bali sehr gut geschmeckt. Mehr dazu findest du in der Kategorie Reiseberichte -> Indonesien.

Nasi Campur

Obstteller in Kawans Inn

Die Kultur

Beeindruckt hat mich auch die hinduistische Kultur. Es war spannend zu sehen, mit wie viel Zeit, Aufwand und Hingabe die Menschen sich ihrer Religion widmen. Hinduistische Zeremonien sind ganz selbstverständlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens der Balinesen, auch in den touristischen Orten im Süden werden die religiösen Bräuche gepflegt. Fast jede Familie hat ihren eigenen kleineren oder größeren Familientempel, mehrmals am Tag werden den Göttern Opfergaben erbracht.

Zeremonie in Ubud

Schrein für Opfergaben

vorbereitete Opfergaben

Opfergabe auf einem Bankautomaten

Das Yoga

Zuletzt erinnere ich mich auch noch gerne an die verschiedenen Yogastunden, die ich in Bali besucht habe. Besonders in Ubud gibt es ein großes Angebot für Yogis. In Deutschland habe ich noch nie so gute und intensive Yogastunden gehabt, vor allem nicht an so schönen Orten. Meine Yogastunden auf Bali waren sehr lehrreich und haben mich dazu veranlasst, auch zurück in der Heimat mehr Yoga zu machen.

Yogastudio in Ubud

Anti Gravity Yoga

Fazit

Bali ist eines der wenigen Reiseziele, die ich auch noch ein zweites Mal besuchen würde. In manchen Momenten wünsche ich mir, ich könnte wieder auf Bali sein, die wunderschöne Natur bestaunen, bei Yogastunden kräftig ins Schwitzen kommen und mich durch die balinesische Küche futtern. Auf Bali fühlte ich mich einfach am für mich richtigen Ort.

Aber die Erde ist groß, und ich habe noch nicht viel davon gesehen. Ich werde vorerst nicht nach Bali zurückkehren, sondern neue Reiseziele entdecken. Meine nächsten Reisen führen mich nach Marokko und Thailand. Vielleicht werde ich irgendwann weitere Orte entdecken, die ich mit glücklichen Erinnerungen verbinde und die so zu weiteren Happy Places werden. Doch Bali wird als Ziel meiner erste großen Alleinreise immer ein ganz besonderer Ort für mich bleiben.

3 Kommentare

  1. Hi Natascha! Ein toller Beitrag, den ich mit ganz besonders großem Interesse gelesen habe, weil wir ja auch im Oktober nach Bali kommen! Und du machst einem wirklich Lust darauf, das klingt alles so schön. Da kann ich gut nachvollziehen, dass Bali dein Happy Place ist! 🙂 Danke fürs mitmachen und liebe Grüße, Hannah

  2. Jutta Stapke

    Hallo, auch ich war mehrfach auf Bali und auch fasziniert von der Natur, den Menschen, dem Essen..
    Leider hat sich in der Zwischenzeit viel zum Negativen verändert, Hunde werden gefoltert und geschlachtet, als Hühnerspieß verkauft und Bali ist sehr touristisch geworden.

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